Coober Pedy

Am Wochenende war ich auf einem Ausflug nach Coober Pedy mit Camila, Judith und Manoel.

Die Tour ging Freitags nach dem Arbeiten los. Bzw. für mich früher, denn ich bin um 14.30 Uhr aus dem Labor und zur Bahn gehetzt. Ich wollte nämlich bis um 15.30 Uhr am Flughafen sein, was ich auch geschafft habe, um den Mietwagen möglichst früh zu haben.
Dort musste ich leider noch kurz auf die Judith warten, aber um 16.20 Uhr ungefähr hatten wir dann den Schlüssel in der Hand. Ich war so gespannt, was für ein Auto wir haben werden…und da stand es dann…dieser riesige FORD TERRITORY. Boahr, wir haben uns vielleicht gefreut. So geräumig, groß, neu und ein Geländewagen…und eigentlich hatten wir ja nur für ein viel kleineres Auto gezahlt.

Also ging es dann erstmal wieder in Richtung Mawson Lakes die anderen abholen.
Alles verpackt, sind wir dann ein wenig Wein und Bier holen gegangen und dann in den Supermarkt. Irgendwas muss man ja essen und vor allem trinken. ;-)
Nunja, gut versorgt sind wir dann nach Port Augusta aufgebrochen, dort sind wir vier Stunden später auch ohne Zwischenfälle angekommen. Auch unser Hotel haben wir gut gefunden.
Das Hotel hat sich als äußerst preiswert und schön erwiesen. Obwohl man dort unsere Reservierung verschlampt hatte, haben wir ein Zimmer bekommen. Ein Doppelbett und drei Einzelbetten.

Alle Lebensmittel im Kühlschrank verpackt, wurde dann ein wenig getrunken. Da klar war, dass ich Samstag früh fahren werde, habe ich nicht viel getrunken, nur ein Bier, aber die anderen drei hatten gut einen im Tee ;-) .
Sind dann auch nachts noch auf die Hotelparty gegangen, ich bin lieber ins Bett.

Samstag morgens haben wir dann halbwegs pünktlich unsere Sachen gepackt und haben uns auf den 550 km weiten Weg nach Coober Pedy gemacht.
Nach ca. 3 Stunden fahren war der allgemeine Kater der anderen verzogen und wir konnten im Fahren mal abwechseln.
Haben einen schönen Salzsee gefunden und Fotos gemacht.

Ich beim Plantschen im Salzsee

Ich beim Plantschen im Salzsee

Unser Auto

Unser Auto

Endlich in Coober Pedy angekommen wurden dann natürlich erstmal Bilder gemacht. Die Warnschilder “Danger, unmarked holes” (auf dt: Gefahr, nicht eingezäunte Löcher) haben es uns als ertes angetan.

Wir vor besagtem Schild

Wir vor besagtem Schild

Nachdem wir unser Hostel gefunden und unser unterirdisches Quartier bezogen hatten, machten wir uns auf den Weg eine geführte Tour durch die Mienen für den nächsten Morgen zu bekommen.

Ich und Camila in unserem Dugout-Hostel

Ich und Camila in unserem Dugout-Hostel

Die Tour war schnell gefunden und gebucht, wir bekamen noch den Tip uns das ehemalige Dugout von Crocodile Harry anschauen.
Dort sind wir dann auch hin.
Crocodile Harry war ein Krokodiljäger, der in den 50er wohl sehr berühmt war. Als es aber nichtmehr genug Krokodile gab, kam er nach Coober Pedy um Opale abzubauen. Harry mochte Frauen wohl sehr gerne.
In seinen Dugout wurden Teile des Films “Mad Max” mit Tina Turner gedreht. Tina und Harry sollen sich so gut verstanden haben, dass Tina ihm ihren BH dort lies. Seitdem lassen Touris ihre Höschen und BH’s dort. Das ganze Heim ist voller Unterwäsche, Cappies, Statuen und Bildern nackter Frauen…
Es ist sehr bunt, schrill und eben einfach anders :-) . Da Harry so beliebt war, kümmert sich die Stadt darum sein Heim aufrecht zu erhalten und es touristisch zu vermarkten.

Crocodile Harrys Dugout

Crocodile Harrys Dugout

Zurück über eine echt schlechte Schotterpiste gingen wir dann auf Opaljagd, im Juwelierladen. ;-)
Im ersten Juwelierladen hatten wir gleich so Glück. Der Verkäufer hatte gerade erst geöffnet und hat uns mit in seine Werkstatt genommen, wo er uns ganz genau erklärt und gezeigt hat, wie man Opale schleift.
Zuerst werden sie in Form gebracht, dann mit einem feineren Schleifpapier behandelt und schließlich mit Leder und einem darauf aufgebrachten Spezialpulver poliert.
Jeder durfte sich aus einer Kiste mit weniger “guten” Steinen einen aussuchen, den er uns geschliffen hat.
Weniger gut bedeutet: Der Stein schimmert in weniger Farben.
Ich habe einen gefunden, der wohl so ca. 50$ Wert wäre…und immerhin, für umsonst!!! :-) Durften das alles umsonst mitnehmen.
Voll cool!!! :-)
An dem Tag haben wir dann abends griechisch gegessen, danach im Hostel gemütlich ein Bierchen getrunken und uns noch mit drei anderen Deutschen unterhalten. Damit war der Tag dann auch beendet.

Am Sonntag wurden wir dann morgens abgeholt für unsere Tour. Wir waren alle erst gut müde, aber nach einiger Zeit verging das auch.
Unsere Tour führte uns zuerst zu einer unterirdischen serbischen Kirche (etwa 200 Gemeindemitglieder).

unterirdische serbische Kirche in Coober Pedy

unterirdische serbische Kirche in Coober Pedy

Von dort gings dann weiter durch die Stadt. Unser Reiseleiter hat uns was zur Stadt erzählt und wo sie z.B. früher ihr Wasser herbekommen haben. Das Wasser kam auf Kamelen von Dry Creek, 200km entfernt. Mittlerweile kommt es durch eine Pipeline und sie haben auch ihr eigene Osmosekraftwerk zur Reinigung. Strom wird mit 72000 Liter Diesel wöchentlich erzeugt. Nächstes Jahr bekommen sie ein Solarpanelenfeld.
Dann gings zum Golfplatz. Der hat kein Gras und es ist der 7. kurioseste Golfplatz der Welt. So sieht er auch aus ;-) .

Golfplatz Coober Pedy

Golfplatz Coober Pedy

Nun ging es endlich in die Mienen und in ein unterirdisches traditionelles Dugout-Heim.
Unser Guide war sehr nett und es war richtig informativ.

von links: Camilla, Ich, unser Guide, Manoel, Judith

von links: Camilla, Ich, unser Guide, Manoel, Judith

Wieder oben angekommen war die Tour dann beendet.
Auf dem Rückweg zum Hostel sind wir Pizza essen gegangen.
Dann wurden alle Taschen und das restliche Essen eingepackt und es ging nochmal zum Opalshop von gestern, da Judith und Manoel etwas kaufen wollten.
Wir mussten den Verkäufer erst suchen, weil nicht offen war. Haben in der Tankstelle nach ihm gefragt, und ihn dann im Greek Coffee Club gefunden.
Die beiden haben dann auch endlich was gekauft und ein Foto später ging es auf den 850 km langen Heimweg.

Im besten Opalshop in Coober Pedy

Im besten Opalshop in Coober Pedy

Auf den Heimweg haben wir dann nochmal an einem riesigen Salzsee angehalten um Fotos zu machen.

gemütlich auf den Bahnschienen am Salzsee

gemütlich auf den Bahnschienen am Salzsee

Ohne ein einziges Tier nachts überfahren zu haben, war ich um 24.00 Uhr wieder daheim.

Besprechung Trip Coober Pedy

Heute war im Labor nicht viel los. Habe den Tag über so meinen Kram im Netz erledigt und dann bis um kurz vor 5 auf die Camila gewartet.
Wir sind dann in die Stadt gefahren um unseren Trip nach Coober Pedy mit Judith zu besprechen. Der Manoel hatte leider keine Zeit für die Besprechung, kommt aber trotzdem mit auf den Trip.

Nach ca. einer Stunde und einer sehr guten heißen Schokolade war dann alles besprochen.
Jetzt muss nur noch alles gebucht werden.
Ich denke so mit ca. 220 AUD/Person sollten wir hinkommen.